Erklärung schwieriger Wörter

Aktiver Bürger

Ein aktiver Bürger ist ein Einwohner eines Landes, der gerne etwas für seine Gemeinschaft tun möchte.

Ein aktiver Bürger interessiert sich für Politik und kümmert sich darum, wie etwas für die Gemeinschaft der Einwohner verbessert werden kann.

Begründete Entscheidung

Eine begründete Entscheidung bedeutet:
Man weiß eine Menge Dinge über eine Sache,
wenn man sich entscheidet.

Man kann sich an sein Wissen erinnern und es benutzen, um sich zu entscheiden.
Es ist einfacher, Entscheidungen zu treffen,
wenn man über die Sache gut Bescheid weiß.

Brainstorming

Brainstorming („Sturm im Gehirn“) heißt:
über einen Gegenstand nachdenken
und laut aussprechen, was man gerade darüber denkt.

Beim Brainstorming tauscht man seine Einfälle mit anderen aus.
Alle Einfälle sind wertvoll, aber einige können besser sein als andere.
Es ist wichtig, sich die Ideen der anderen anzuhören.

Curriculum

Das Curriculum ist ein Bildungs-Programm,
das Menschen hilft, Peer-Unterstützer zu werden.
Zum Curriculum gehören viele Übungen.

Wenn wir die Übungen machen, lernen wir neue Sachen.
Die Übungen helfen uns, unser Können zu verbessern.
Die Übungen helfen Menschen mit Lern-schwierigkeiten, Peer-Unterstützer zu werden.

Das Curriculum kann man auf der TOPSIDE-Internet-Seite finden.

Datenbank

In einer Datenbank werden eine Menge Informationen gesammelt.
Diese Informationen nennt man Daten.
Die Daten können in einem Computer aufgehoben werden oder im Internet.
Man kann auf die Datenbank zugreifen und die Informationen lesen.

Diversität

Diversität bedeutet, dass die Menschen verschieden sind.
Alle Menschen sind voneinander sehr verschieden.
Es ist toll, verschiedene Sachen gemeinsam zu haben.
Unterschiede machen uns neugierig.
Wir können von anderen, die anders sind als wir selbst, sehr viel lernen.

Empathie

Empathie bedeutet, dass wir verstehen, wie es jemand anderem geht.
Empathie bedeutet, dass man spüren kann, was ein anderer gerade fühlt.
Empathie bedeutet, dass wir uns vorstellen können, in der gleichen Lage wie eine andere Person zu sein.

Entscheidungen treffen

Alle Menschen können ihre eigene Wahl treffen.
Das heißt, dass man entscheiden kann, was man gerne möchte.
Man kann zum Beispiel entscheiden, wo man wohnen möchte.
Man kann auch entscheiden, was man mittags oder abends essen möchte.

Es gibt einfache und schwierige Entscheidungen.
Jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen.
Nicht immer trifft man gute Entscheidungen.
Manchmal treffen wir schlechte Entscheidungen.
Schlechte Entscheidungen bedauern wir später.

Wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, können wir andere nach ihrer Meinung fragen.

Evaluation

Wenn man ein Seminar durchgeführt hat, möchte man wissen, ob es den Leuten gefallen hat oder nicht.

Wir sollten auch darüber nachdenken, wie uns selbst das Seminar gefallen hat.

Das nennt man Auswertung oder Evaluation.

Es gibt einige Materialien, die uns beim Auswerten helfen.

Fähigkeit

Eine Fähigkeit oder ein Können hat man,
wenn man etwas gut kann.

Wenn wir eine Fähigkeit haben, etwas zu machen,
sind wir wirklich gut darin.

Es gibt viele verschiedene Fähigkeiten.

Wenn man die Fähigkeit zum Kochen hat,
kann man leckere Essen machen.

Wenn man die Fähigkeit zum Malen hat,
kann man schöne Bilder malen.

Peer-zu–Peer-Fähigkeiten

Bei den Peer-zu-Peer-Fähigkeiten geht es um die Art,
wie Sie sich mit einem oder mehreren Menschen unterhalten.

Es geht auch darum, wie Sie mit dem umgehen,
was Ihnen jemand erzählt hat oder was er getan hat.

Es geht darum, wie man mit anderen Menschen gemeinsam arbeiten kann.

Inklusive Fähigkeiten

Bei den inklusiven Fähigkeiten geht es darum,
Menschen mitmachen zu lassen und sich in andere Personen hinein zu versetzen.
Bei allem was wir tun, nehmen wir auf die Wünsche dieses Menschen Rücksicht.

Die inklusiven Fähigkeiten machen uns zu wichtigen Mitmenschen in unserer Gemeinschaft.
Wir lernen inklusive Werte kennen.
Das hilft uns dabei, ein gutes Leben zu führen.

Praktische Fähigkeiten

Praktische Fähigkeiten hat man,
wenn man andere unterstützen kann,
indem man mit ihnen zusammen
über seine eigenen Erfahrungen
und das Gelernte spricht.

Das können Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen des Alltags und des Lebens sein.

Es geht darum,
von seinen eigenen Erfahrungen und den Erlebnissen von anderen zu berichten
und darum, wie man sie benutzen kann,
um anderen zu helfen.

Fähigkeit zur Selbst-Reflektion

Das bedeutet, dass man darüber nachdenken kann, wer man ist und warum man das tut, was man tut.

Formelle Unterstützung

Unterstützung bedeutet, dass uns jemand hilft.

Formelle Unterstützung bedeutet, dass uns jemand hilft, der unser rechtlicher Betreuer ist oder jemand, der die Aufgabe hat, Menschen mit geistiger Behinderung zu unterstützen.

Man soll aber nur unterstützt werden, wenn man es alleine nicht schaffen kann.

Gesellschaftlicher Beitrag

Etwas zur Gesellschaft oder zur Gemeinschaft beitragen bedeutet, dass man etwas tut für die Gemeinschaft, zu der man gehört.

Wir tragen etwas bei, weil wir die Gemeinschaft besser machen möchten.

Informelle Unterstützung

Unterstützung bedeutet, dass uns jemand hilft.

Informelle Unterstützung bedeutet, dass uns jemand hilft, dem wir vertrauen.

Ihr Unterstützer kann ein Freund sein, jemand aus der Familie, ein Nachbar, oder jemand, von dem Sie gerne unterstützt werden möchten.

Informelle Unterstützung soll immer freiwillig sein.

Peer-Unterstützung ist informelle Unterstützung.

Informelles Gespräch

Ein informelles Gespräch heißt, sich mit jemandem einfach so zu unterhalten. Ohne vorher geplant zu haben, was man sagen wird.

Ein informelles Gespräch führt man mit jemanden, den man kennt.

Das kann jederzeit und überall sein.

Ein informelles Gespräch ist nicht stressig und man muss sich nicht darauf vorbereiten.

Inklusion

Inklusion bedeutet, an etwas voll teilzunehmen.

Inklusion bedeutet, dass man selbst-verständlich dazu gehört.

Inklusion bedeutet, dass man als Mensch vollständig anerkannt wird.

Inklusive Fähigkeiten

Bei den inklusiven Fähigkeiten geht es darum,
Menschen mitmachen zu lassen und sich in andere Personen hinein zu versetzen.

Bei allem was wir tun, nehmen wir Rücksicht
auf die Wünsche dieses Menschen.

Die inklusiven Fähigkeiten machen uns zu wichtigen Mitmenschen in unserer Gemeinschaft.

Wir lernen inklusive Werte kennen.

Das hilft uns dabei, ein gutes Leben zu führen.

Kommunikation

Kommunikation bedeutet. miteinander Informationen austauschen.

Kommunikation kann zwischen zwei oder mehreren Menschen stattfinden.

Wir können sprechen oder schreiben, um zu kommunizieren.

Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten für Kommunikation.

Wir kommunizieren auch, indem wir uns gegenseitig ansehen oder auf etwas zeigen.

Kompetenzen

Kompetenz haben wir, wenn wir etwas können.

Kompetenzen zu haben bedeutet, dass man etwas richtig machen kann.

Wenn man in etwas Kompetenzen hat, bedeutet das, dass man gut darin ist.

Kompetenzen kann man erlernen, im Unterschied zum Talent oder zur Begabung, die angeboren sind.

Lebens-Erfahrung

Lebens-Erfahrungen sind die Dinge, die in unserem Leben vorgekommen sind.

Das kann alles sein, was wir gelernt haben,
oder alles, was wir je gesehen haben.

Lebens-langes Lernen

Man lernt nie aus.

Beim lebenslangen Lernen gibt es Kurse, in denen Erwachsene neue Sachen lernen können.

Lebenslanges Lernen für Erwachsene nennt man auch Erwachsenenbildung.

Zurzeit ist es für Menschen mit geistiger Behinderung oft schwierig, bei solchen Kursen mit zu machen.

Leichte Sprache

Für Menschen mit geistiger Behinderung
kann es schwer sein, etwas zu verstehen
und neue Sachen zu lernen.

Wenn Menschen mit Einschränkungen keine guten Erklärungen bekommen,
können sie nicht gut mitmachen.

Deshalb ist es für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten wichtig,
dass alles klar und einfach erklärt wird.

Um das gut zu machen,
muss man sich an Regeln halten.

Die Leichte Sprache hat klare Regeln.

Im Unterschied dazu kann eine leicht verständliche Sprache ein kleines bisschen schwieriger sein
als die Leichte Sprache.

Sie ist aber immer noch viel einfacher als schwere Sprache.

Leit-Linien

Leit-Linien oder Richt-Linien geben eine gute Vorstellung, wie man Dinge tun kann.

Eine Leit-Linie ist keine Regel, aber ein Hinweis, wie man etwas am besten tun kann.

Menschen-Rechte stärken

Es geht darum, Menschen besser über Menschen-Rechte aufzuklären.

Jeder Mensch hat Rechte.

Rechte beschreiben Sachen, die man in einer Gesellschaft machen darf.

Es ist wichtig, dass Menschen wissen, welche ihre Rechte sind.

Mentor

Der Mentor ist eine Person,
die Peer-Unterstützern helfen kann,
wenn sie Fragen haben.

An einen Mentor kann man sich wenden,
wenn man einen Rat oder Unterstützung dafür braucht,
wie man anderen Menschen helfen kann.

Der Mentor hilft den Peer-Unterstützern,
darüber nachzudenken,
wie sie ihren Peers helfen können.

Der Mentor bestimmt nicht, was Sie tun müssen.

Der Mentor hilft dabei, über Möglichkeiten und Wege nachzudenken.

Methodik

Es gibt eine bestimmte Art, in der man Dinge gut tun kann.

Methodik beschreibt die Regeln, an die man sich dabei halten kann.

Es bedeutet, dass man sich vorstellen kann, wie man am besten vorgeht.

Motivation

Motivation bedeutet, dass ein Mensch gerne etwas tun möchte.

Es gibt einen Grund dafür, warum man etwas tut.

Dieser Grund ist die Motivation, bei etwas mitzumachen.

Offene Einstellung

Die Einstellung ist die Art,
wie man über etwas oder jemanden denkt oder fühlt.

Eine Einstellung kann gut oder schlecht sein.

Eine offene Einstellung zu haben bedeutet,
dass man nicht urteilt,
bevor man über die Sache oder den Menschen gut Bescheid weiß.

Pantomime

Pantomime bedeutet, dass man etwas nur mit seinem Gesicht und mit Bewegungen ausdrückt.

Pantomime bedeutet, dass man keine Wörter benutzt, sondern seine Gefühle mit dem Gesicht und dem Körper zeigt.

Man kann so viele Gefühle ausdrücken.

Man kann böse, glücklich, ängstlich oder traurig aussehen und noch andere Gefühle zeigen.

Peer

Ein Peer ist ein Mensch,
der die gleichen Erfahrungen wie man selber gemacht hat.

Ein Peer ist jemand, der ist wie Sie.

Ein Peer kann verstehen, wie Sie sich fühlen.

Ein Peer erlebt die gleichen Sachen wie Sie.

Ein Peer muss kein enger Freund oder jemand aus Ihrer Familie sein.

Für Menschen mit Behinderung sind Peers andere Menschen mit Behinderung.

Peer-zu–Peer-Fähigkeiten

Bei den Peer-zu-Peer-Fähigkeiten geht es um die Art,
wie Sie sich mit einem oder mehreren Menschen unterhalten.

Es geht auch darum, wie Sie mit dem umgehen,
was Ihnen jemand erzählt hat oder was er getan hat.

Es geht darum, wie man mit anderen Menschen gemeinsam arbeiten kann.

Peer-Unterstützung

Bei Peer-Unterstützung geht es darum,
von Menschen, denen man vertraut, Hilfe zu bekommen.

Hilfe zu bekommen von Menschen, die man verstehen kann.

Es geht um die Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung,
mit denen Sie gemeinsame Erfahrungen haben.

Bei Peer-Unterstützung geht es darum,
in die Gemeinschaft aufgenommen zu sein.

Es geht darum, von Menschen unterstützt zu werden,
die sind wie Sie.

Peer-Unterstützung bedeutet, sich gegenseitig zu helfen.

Person-Zentrierung

Alles was wir machen, achtet auf die Bedürfnisse der Person, um die es geht.

Planungs-Werkzeuge

Ein Planungs-Werkzeug kann ein nützliches Ding sein
oder eine Idee oder ein Weg zum Ziel.

Ein Planungs-Werkzeug hilft,
eine Tätigkeit oder eine Veranstaltung vorzubereiten.

Wenn man eine Tätigkeit oder eine Veranstaltung plant,
macht man sich Gedanken, wie das ablaufen soll.

Man plant die Einzelheiten mit einem Planungs-Werkzeug.

Praktische Fähigkeiten

Praktische Fähigkeiten hat man,
wenn man andere unterstützen kann,
indem man mit ihnen zusammen über seine eigenen Erfahrungen und das Gelernte spricht.

Das können Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen des Alltags und des Lebens sein.

Es geht darum,
von seinen eigenen Erfahrungen und den Erlebnissen von anderen zu berichten
und darum, wie man sie benutzen kann,
um anderen zu helfen.

Privat

Privat ist alles,
was nur Sie bestimmt ist und für niemanden sonst.

Eine private Information kennen Sie nur selbst.

Was nicht privat ist, nennt man öffentlich.

Öffentliches betrifft alle Menschen. Privates betrifft nur Sie alleine.

Privat-Sphäre

Eine Privat-Sphäre haben wir,
wenn und wo wir alleine sind und nicht in Gesellschaft.

Andere Menschen sollen nicht wissen,
was wir alleine machen.

Es geht nur uns an.

Rechte

Jeder Mensch hat Rechte.

Rechte beschreiben Sachen, die man in einer Gesellschaft machen darf.

Es ist wichtig, dass Menschen wissen, welche ihre Rechte sind.

Rolle

Eine Rolle sagt uns,
was wir in bestimmten Lagen machen sollen.

Eine Rolle haben bedeutet:
das machen, was andere von uns erwarten.

Die Rolle sagt uns, wie wir uns verhalten sollen
und was wir tun sollen.

Rollen-Spiele

Ein Rollen-Spiel ist eine Übung.

In einem Rollenspiel tut man so, als wäre man jemand anderes.

Man stellt sich vor,
was eine bestimmte andere Person normal machen würde.

Das spielt man dann mit anderen zusammen.

Schlüssel-Rollen

Schlüsselrollen sind die allerwichtigsten Rollen.

In Schlüssel-Rollen helfen wir anderen Menschen in schwierigen Lagen sehr weiter.

Soziale Rollen

Wir haben verschiedene Rollen in unserer Gemeinschaft
oder in der Gesellschaft.

Eine soziale Rolle kann alles sein, was man zuhause,
bei der Arbeit oder in seiner Freizeit macht.

Wenn wir eine soziale Rolle haben,
dann erwarten andere von uns,
dass wir uns auf eine bestimmte Art verhalten
und bestimmte Sachen machen.

Wenn man als Gärtner arbeitet, wird erwartet,
dass man sich um Pflanzen kümmert.

Wenn man die Schwester von jemandem ist,
wird erwartet, dass man zu seinen Schwestern und Brüdern nett und freundlich ist.

Staatsbürgerschaft

Menschen sind Staatsbürger des Landes, in dem sie geboren sind oder in dem sie leben. Sie heißen auch Einwohner.
Staatsbürgerschaft bedeutet, dass man zu einem bestimmten Land gehört.

Alle Leute, die die Nationalität eines Landes haben, nennt man die Staatsbürger dieses Landes.

Als Staatsbürger besitzt man einen Personalausweis, der beweist, dass man zu diesem Land gehört.

Alle Staatsbürger eines Landes haben Rechte und Pflichten.

Ein Recht ist zum Beispiel das Wahlrecht. Eine Pflicht ist zum Beispiel, dass man sich bei seiner Gemeinde anmelden muss.

Teil der Gemeinschaft sein

Das heißt, dass wir zu einer Gruppe von Leuten gehören.

Diese Gruppe hat etwas mit uns gemeinsam.

Beispiele für Gemeinschaften, zu denen wir gehören:
unsere Familie,
unsere Schulkollegen
oder Menschen, die in unserer Nähe wohnen.

Vertrauens-Würdigkeit

Wir möchten nicht, dass andere immer alles über uns wissen.

Über manche Sachen wollen wir nur mit wenigen Menschen sprechen.

Was sie über uns erfahren,
sollen diese Menschen nicht an andere weitergeben.

Vertrauens-Würdigkeit bedeutet,
dass wir nur Menschen unsere Geschichten erzählen,
die wir zuvor selbst ausgesucht haben
und denen wir vertrauen können.

Vertrauens-Würdigkeit bedeutet,
dass diese Informationen bei den Menschen bleiben sollen,
denen wir sie erzählt haben.

Wir sollen einander achten und respektieren.

Daher sollten wir in Gesprächen nur erzählen,
was dazu geeignet ist.