Was ist mir wichtig?

Easy_to_read_logo

Wozu diese Übung gut ist

Die Anleitung hilft beim Nachdenken, was im Moment im eigenen Leben besonders wichtig ist.

Easy_to_read_logo

Wer kann was machen?

Diese Übung kann ein Peer-Unterstützer mit einer anderen Einzel-Person oder vielleicht auch mit einer kleinen Gruppe machen.

Was ist das Ziel der Übung?

Es geht darum, eine erste Übersicht zu gewinnen, was die zu unterstützende Person (oder die kleine Gruppe) besonders beschäftigt. In einem zweiten Durchgang können dann Zuordnungen vorgenommen werden (clustern) und erste Verbindungen sichtbar gemacht werden.

Welche Methode soll angewendet werden?

Der Gesprächspartner oder die kleine Gruppe wird aufgefordert, zu benennen, was für ihn oder für sie im täglichen Leben besonders wichtig ist.
An einer Pinnwand hängt in der Mitte das Thema: „Was ist mir wichtig?“ Die Wand kann sinnvoll bereits vorbereitet werden, indem Felder mit Überschriften und Symbolzeichnungen verschiedene Lebensbereiche andeuten: Arbeit, Wohnen, Freizeit / Hobby, Freundschaft / Liebe / Partnerschaft.
Die vorgegebenen Felder sollten nicht zu zahlreich sein, jedoch Raum lassen für Ergänzungen, vielleicht unter der Überschrift „Anderes“. Hier kann eventuell genauer ergänzt werden: Politik / Umweltschutz / Lernen, …
Die Gesprächspartner können frei ihre Gedanken und Ideen zurufen. Der Peer-Unterstützer oder ein Helfer können beim Aufschreiben von Stichworten und kleinen Zeichnungen helfen.
Nach einer ersten Runde, die stark von spontanen Gedanken bestimmt wird, hat man nun eine Reihe von Begriffen festgehalten.
Diese Begriffe können nun in verschiedener Weise näher besprochen werden:

  1. Warum ist etwas wichtig? Wie betrifft es jemanden? Hat das etwas mit der erfahrenen Behinderung zu tun?
  2. Hängen manche Dinge zusammen? Wiederholt sich etwas in verschiedenen der angesprochenen Bereiche?
  3. Was möchte man gern geändert sehen?
  4. Was von gewünschten Änderungen liegt im eigenen Entscheidungsbereich?
  5. Wie und wo kann man Hilfe und Unterstützung bekommen?

Tipps für die Trainer / zusätzliche Informationen

Die Übung eignet sich für bereits erfahrene Peer-Unterstützer. Wenn man sie in (kleinen!) Gruppen durchführt, zum Beispiel in einer Wohngruppe, klärt sich erfahrungsgemäß recht schnell, wovon fast alle betroffen sind. Das gemeinsame Gespräch kann dann auch zu gemeinsamen Überlegungen und Entscheidungen führen, was man tun kann.
Auch hier gilt natürlich: Das Gespräch nicht länger ausdehnen, als es für einen der Gesprächspartner gut möglich ist zu folgen.