Wie man als Unterstützer gut Gespräche führen kann

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Wozu diese Übung gut ist

Hier haben wir ein paar Tipps, wie man sich als Peer-Unterstützer auf ein Gespräch vorbereiten kann.

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Wer kann was machen?

Diese Übung geht davon aus, dass der Peer-Unterstützer alleine Gespräche führt.

Was ist das Ziel der Übung?

Diese Übung hilft, Gespräche vorzubereiten und durchzuführen.

Welche Methode soll angewendet werden?

Wie man sich vorbereiten kann:

  1. Wenn Dein Peer – Dein Freund, Dein Kollege – mit Dir über eine Sache sprechen will: Nehmt Euch Zeit. Macht eine Zeit aus, wann das Gespräch stattfinden kann.
    Rufe ihn an oder sprich persönlich mit ihm. Einigt euch gemeinsam auf einen Termin, einen Tag und eine Zeit. Macht außerdem den Treff-Punkt aus. Das soll ein Ort sein, an dem ihr euch beide gut fühlt. Wenn der Treffpunkt für deinen Gesprächs-Partner neu ist, erkläre ihm den Weg dorthin genau.
  2. Denke über das Gesprächsthema nach.
    Um welche anstehende Entscheidung geht es bei dem Gesprächs-Partner? Wie klar ist dir das Problem? Was hat sie oder er schon dazu gesagt?
  3. Überlege, welche Sachen du ihn fragen willst.
    Notiere dir die wichtigsten Fragen.Führe das Gespräch:
  4. Erscheine pünktlich.
    Sei vorbereitet. Wenn das Interview in deinem Zimmer stattfindet, solltest du sofort anfangen können, wenn dein Gesprächs-Partner ankommt. Wenn es an einem anderen Ort stattfindet, solltest du früh da sein. Dann kannst du deinen Gesprächs-Partner begrüßen. So kann eine gute und freundliche ungezwungene Atmosphäre entstehen.
  5. Nimm die Anspannung von deinem Gesprächs-Partner.
    Verhalte dich natürlich und freundlich. Vielleicht kannst Du etwas zu trinken anbieten. Wenn euer Gespräch in einer angenehmen Situation stattfindet, wird es auch wahrscheinlich gut verlaufen.
  6. Halte Augenkontakt.
    Achte auf die Körper-Sprache deines Gegenübers und „spreche“ mit Deiner Körperhaltung zu ihm: Wende dich ihm zu und schaue ihm vor allem in die Augen. Kreuze weder Arme noch Beine und drehe dich nicht von deinem Gesprächs-Partner weg.
  7. Höre genau zu.
    Wenn du unaufmerksam bist, kann es sein, dass dein Gesprächs-Partner sich verschließt und kaum mehr etwas erzählen möchte, weil er kein Interesse bei dir entdecken kann.
  8. Schweife während des Interviews nicht ab.
    Sollte dein Gesprächspartner abschweifen, kannst du ihn freundlich wieder zurück zum Thema führen. Achte darauf, dass du nicht abschweifst.
  9. Mache dir höchstens wenige Notizen als Stichworte.
    Konzentriere Dich auf das Gespräch. Mache Dir nur in bestimmten Fällen ein Stichwort zur Erinnerung, vor allem wenn das Gespräch zu einem anderen Punkt kommt, aber du noch mal auf den ersten Punkt zurückkommen willst, oder wenn dein Gegenüber etwas ganz anders erzählt, als du dachtest, und du ihn auf den Unterschied zu dem hinweisen möchtest, was du weißt.
    Vernichte diese Notizen nach dem Gespräch zusammen mit deinem Gesprächspartner. So kann er sicher sein: Es geht vertraulich zu.
  10. Frage nach, ob ihr euch wieder treffen sollt.
    Manchmal ist eine Entscheidung oder eine Problemlösung nach einem Gespräch noch nicht fertig. Manchmal ergeben sich wichtige Fragen erst später. Dann ist es gut, sich wieder zu treffen.Nach dem Gespräch
  11. Danke deinem Gesprächs-Partner für das Vertrauen.
    Natürlich dankst du deinem Gesprächs-Partner direkt nach dem Gespräch. Ein paar nette Worte, wenn du ihn danach wieder siehst, tun ihm gut. Du kannst ihn dann fragen, wie es um die besprochene Sache steht. Das hilft ihm, bei Bedarf in ein weiteres Gespräch zu kommen.

Tipps für die Trainer / zusätzliche Informationen

Der Zeitrahmen für die Durchführung von Peer-Unterstützer-Gesprächen ist offen.
Wichtig ist vor allem: Das Gespräch nicht länger ausdehnen, als es für einen der beiden Gesprächspartner gut möglich ist zu folgen.